Grenzwerte

Die EU-Richtlinie 2002/44/EG zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (Vibrationen) unterscheidet zwei Arten von Schwingungsgrenzwerten:
  • den Auslösewert und
  • den Grenzwert

Bei Ganzkörper-Schwingungen wird der höchste Wert der drei zueinander orthogonalen Richtungen (1,4∙awx, 1,4∙awy, awz) für die Expositionsbeurteilung herangezogen. Bei Hand-Arm-Schwingungen wird der Schwingungsgesamtwert ahv (Vektorbetrag aller drei Richtungen) verwendet.

Zur Berechnung des Tages-Vibrationsexpositionswert A(8) wird die Expositionszeit bzw. der Einwirkdauer der Schwingung berücksichtigt. Der Tages-Vibrationsexpositionswert A(8) wird wie folgt berechnet:

Nach der RICHTLINIE 2002/44/EG darf die tägliche Schwingungsbelastung (normiert auf einen Bezugszeitraum von 8 Stunden) den Grenzwert für Ganzkörper-Schwingungen:

1,15 m/s² in X- und Y-Richtung und
0,8 m/s² in der Z-Richtung

für Hand-Arm-Schwingungen:

5 m/s²

nicht überschreiten. Wird dieser Grenzwert überschritten, sind vom Arbeitgeber sofortige Maßnahmen zur Minderung der täglichen Schwingungsbelastung einzuleiten. Der Auslösewert beträgt
für Ganzkörper-Schwingungen:

0,5 m/s² (in allen drei Richtungen)

für Hand-Arm-Schwingungen:

2,5 m/s²

Beim Überschreiten dieses Auslösewertes ist der Arbeitsgeber verpflichtet, Maßnahmen zur Minderung der Schwingungs- belastungen zu ergreifen.