Schwingungskomfort

Ein sehr wichtiges Ziel bei der Entwicklung von Kraftfahrzeugen ist neben den Gesichtspunkten der Fahrdynamik und der Fahrsicherheit ein guter Schwingungskomfort. Er verbessert zum einen das Wohlbefinden der Fahrzeuginsassen und trägt zum anderen auch zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit bei, da die Leistungsfähigkeit erhöht und die Konzentrations- fähigkeit weniger beeinträchtigt wird.

Der Schwingungskomfort wird durch die Kontaktstellen zwischen Fahrzeuginsasse und dem Fahrzeug (z.B. Sitzlehne, Pedal usw.) sowie den Schwingungseigenschaften (Amplitude, Frequenz, Richtung usw.) definiert.

Zu den Schwingungsquellen können
  • das Antriebsaggregat (powertrain erregte Schwingungen)
  • die Fahrbahn und
  • die Rad-/Reifenunwucht (Ride)
gezählt werden.

Zur Ermittlung des Schwingungskomforts werden die Schwingungen an der Fahrersitzkonsole (Fasiko) und z.B. auf der Sitzoberfläche gemessen. Die Schwingungseigenschaft des Sitzes wird mittels der Sitzübertragung (Schwingungen auf der Sitzoberfläche zu Schwingungen an der Fahrersitzkonsole) definiert (Bild 19).

Um den Schwingungskomfort schon während der Entwicklungsphase eines Automobils berücksichtigen zu können, wird ein objektives (physikalische) Bewertungsverfahren benötigt, das das subjektive Schwingempfinden der Fahrzeugsinsassen
beschreibt (Bild 20).

Ein Schwingungskomfort-Bewertungssystem basiert auf
  • der Fühlschwelle
  • der Gleichwahrnehmung
  • den Unterschiedsschwellen
  • dem Gewichtungsfaktor für Schwingungsrichtung und Einleitstelle
  • dem Gewichtungsfaktor harmonische und regellose Schwingungen und
  • einer Benotung

 

Abbildungen (klicken zum Vergrößern)
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